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Wenn es draußen knallt, pfeift und funkelt, ist die Stimmung für viele Menschen festlich – für unsere Fellnasen hingegen bedeutet Silvester oft purer Stress. Die extremen Knallgeräusche, ungewohnte Gerüche und Lichtblitze können bei ihnen starke Angst und Unruhe auslösen. Manche Hunde zittern, hecheln, verstecken sich oder zeigen sogar panikartiges Verhalten. Als Halter kannst Du einiges tun, um deinem Vierbeiner diese Ausnahmesituation zu erleichtern.
Woran erkenne ich Angst beim Hund?
• Hecheln, Zittern, eingezogener Schwanz
• Unruhiges Umherlaufen, Ruhelosigkeit
• Versteckverhalten (z. B. unter dem Tisch oder im Bad)
• Winseln, Jaulen oder Bellen
• Verweigerung von Futter
Diese Signale solltest Du ernst nehmen, denn ein Hund „stellt sich nicht an“ – seine Angst ist real.

Was hilft Deiner Fellnase bei Angst und Unruhe?
1. Sicherheit und Rückzugsmöglichkeiten
Schaffe Deinem Hund einen geschützten Ort in der Wohnung, an dem er sich so richtig wohlfühlt – etwa eine Decke in einer ruhigen Ecke oder eine Hundebox, die Du abdunkeln kannst. Viele Hunde entspannen sich auch, wenn sie bei ihren Menschen sein können und Nähe finden. Wichtig: Lasse Deinen Hund niemals allein, wenn er sehr ängstlich ist.
2. Ruhige Ausstrahlung
Als Halter solltest Du selbst Ruhe bewahren. Übermäßiges Trösten kann die Angst manchmal verstärken, weil es sie „bestätigt“. Stattdessen ist eine gelassene, souveräne Präsenz hilfreich. Beschäftige Dich normal mit deinem Hund, spiele mit ihm, wenn er mag, oder biete ihm einen Kauknochen zur Ablenkung an.
3. Frühzeitige Gewöhnung
Geräusch-CDs, spezielle Apps oder gezieltes Training mit einem Hundetrainer können helfen, Deinen Hund schrittweise an laute Geräusche zu gewöhnen. Wichtig ist, damit rechtzeitig zu beginnen – nicht erst an Silvester.
4. Unterstützung durch Hilfsmittel
• Geräuschdämmung: Rollläden schließen, Musik oder Fernseher als „Geräuschteppich“ anstellen.
• Pheromone (z. B. D.A.P. – Dog Appeasing Pheromone): wirken auf viele Hunde entspannend.
5. Nahrungsergänzungsmittel und sanfte Unterstützung
Es gibt verschiedene natürliche Präparate, die Unruhe mindern können, etwa:
• Magnesium kann bei innerer Unruhe und Angstzuständen helfen, da es eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem hat und die Regulierung von Stresshormonen unterstützt. Ein Magnesiummangel kann Angstzustände verstärken, während eine ausreichende Versorgung mit dem Mineralstoff das Nervensystem stabilisiert und das Wohlbefinden fördert.
• L-Tryptophan oder L-Theanin: unterstützen die Bildung von Serotonin und können ausgleichend wirken.
• CBD-Öl: kann bei manchen Hunden entspannend wirken (immer in Absprache mit Tierarzt).
6. Wann Medikamente sinnvoll sind
Bei Hunden mit starker Geräuschangst kann der Tierarzt kurzfristig angstlösende Medikamente verschreiben. Diese sollten immer individuell abgestimmt werden. Wichtig: Bitte niemals alte Mittel aus der Hausapotheke oder frei verkäufliche Beruhigungsmittel für Menschen geben!

Fazit
Silvester ist für viele Fellnasen eine riesengroße Herausforderung. Mit Vorbereitung, Ruhe und den passenden unterstützenden Maßnahmen kannst Du deinem Vierbeiner helfen, diese Zeit besser zu überstehen. Nahrungsergänzungen wie Magnesium, L-Theanin, Tryptophan oder pflanzliche Präparate sind oft schon sehr wirksam. Am wichtigsten bleibt aber: Gib Deinem Hund Sicherheit, sei souverän und biete ihm Schutz.
